Dezember 2011:
"Ich stöbere gerade in meinem Tagebuch herum. Stöbere darin herum, wie ich mit dem einen Fuß in der Vergangenheit mit N. stand & den anderen damals schon in unsere Zukunft gesetzt habe. Und bekomm jetzt bitte im Folgenden keine Angst, ich möchte dir nicht meine Liebe beteuern – das hat sie einfach nicht nötig, dafür war sie, als sie gelebt wurde, zu aufrichtig.
Mir wurde nur gerade eben wieder bewusst, wie entsetzlich schwer es mir damals gefallen ist, meinen zweiten Fuß in deine Richtung hinterher zu ziehen. Ich rede so oft von alledem, was ich so sehr genossen habe & von dem ich gleichzeit wusste, dass ich es – anfangs – nicht ausreichend gewürdigt habe. „Ich DENKE, dass ich ihn mag. Aber in mir, da ist dieses tote Herz.“ Und ich habe dieses Herz so sehr verflucht, weil du es so sehr verdient hattest mit aller Geduld & Ruhe, die du aufgebracht hast. Ich weiß nicht, wieviel du von diesem ganzen Konflikt mitbekommen hast. Ich weiß nicht, ob dir klar ist, wie unendlich zerrüttet ich war, als ich bei dir ankam. Wie lang ich gezweifelt habe. Ich hab immer versucht, es irgendwie zu verbergen.
Ich möchte dir einfach von ganzem Herzen danken dafür, dass du es Woche für Woche, Monat für Monat immer mehr & beharrlich geschafft hast, endlich wieder Ruhe in mich hinein zu bringen. Es hat so unfassbar gedauert, bis ich es gewagt habe, nicht mehr zu zweifeln & es ist traurig, dass genau an dieser Stelle bei dir genau das angefangen hat. Es ist traurig.
Aber es ist nicht unerträglich, es zerstört mich nicht, es frisst mich nicht von Innen auf. Was auch immer du getan hast, du hast es geschafft, mein Herz so viel leichter, offener & reparierter aus der Beziehung heraus zu tragen, obwohl du einen erheblichen Teil ausgerissen hast. Ich wünschte, ich hätte - ich weiß nicht - hätte dir mehr Angst nehmen können, sodass du nicht unglücklich geworden wärst. Ich vermisse Dich jeden Tag.
Aber eigentlich möchte ich dir bloß von ganzem Herzen danken. Für deine Geduld, für deine Eigenschaften von Ruhe, Bodenständigkeit & Vernunft, die sich so auf mir niedergelegt haben, dass ich selber viel ruhiger bin.
An manchen Tagen blättern diese Eigenschaften von mir ab, dann bin da wieder ich so ruhelos & immer auf der Suche, ohne zu wissen, wonach.
Aber es ist erträglicher geworden dieser Mensch zu sein.
Ich danke dir."
Mir wurde nur gerade eben wieder bewusst, wie entsetzlich schwer es mir damals gefallen ist, meinen zweiten Fuß in deine Richtung hinterher zu ziehen. Ich rede so oft von alledem, was ich so sehr genossen habe & von dem ich gleichzeit wusste, dass ich es – anfangs – nicht ausreichend gewürdigt habe. „Ich DENKE, dass ich ihn mag. Aber in mir, da ist dieses tote Herz.“ Und ich habe dieses Herz so sehr verflucht, weil du es so sehr verdient hattest mit aller Geduld & Ruhe, die du aufgebracht hast. Ich weiß nicht, wieviel du von diesem ganzen Konflikt mitbekommen hast. Ich weiß nicht, ob dir klar ist, wie unendlich zerrüttet ich war, als ich bei dir ankam. Wie lang ich gezweifelt habe. Ich hab immer versucht, es irgendwie zu verbergen.
Ich möchte dir einfach von ganzem Herzen danken dafür, dass du es Woche für Woche, Monat für Monat immer mehr & beharrlich geschafft hast, endlich wieder Ruhe in mich hinein zu bringen. Es hat so unfassbar gedauert, bis ich es gewagt habe, nicht mehr zu zweifeln & es ist traurig, dass genau an dieser Stelle bei dir genau das angefangen hat. Es ist traurig.
Aber es ist nicht unerträglich, es zerstört mich nicht, es frisst mich nicht von Innen auf. Was auch immer du getan hast, du hast es geschafft, mein Herz so viel leichter, offener & reparierter aus der Beziehung heraus zu tragen, obwohl du einen erheblichen Teil ausgerissen hast. Ich wünschte, ich hätte - ich weiß nicht - hätte dir mehr Angst nehmen können, sodass du nicht unglücklich geworden wärst. Ich vermisse Dich jeden Tag.
Aber eigentlich möchte ich dir bloß von ganzem Herzen danken. Für deine Geduld, für deine Eigenschaften von Ruhe, Bodenständigkeit & Vernunft, die sich so auf mir niedergelegt haben, dass ich selber viel ruhiger bin.
An manchen Tagen blättern diese Eigenschaften von mir ab, dann bin da wieder ich so ruhelos & immer auf der Suche, ohne zu wissen, wonach.
Aber es ist erträglicher geworden dieser Mensch zu sein.
Ich danke dir."
Hast all meine Gedanken um Dich nie gelesen. All diese Gedanken, die sich hier & in meinem Tagebuch & am allermeisten in meinem Herzen aneinander reihen. Du hast sie nie gelesen & ich bin froh, all das nur im Herzen zu tragen. Es niemals an dich gebracht zu haben, denn du hast dich verändert & bist zu jemandem geworden, der diese Worte nun zerfetzt hätte. Jetzt oder vielleicht schon viel eher & ich hätte es einfach erst so viel später erfahren. Das hätte mir wirklich das Herz zerfetzt.
Aber so, so ist es gut. Ich setze hinter diese Worte einen Punkt. Hinter diese Worte aus Dezember. Ich setze einen Punkt & vergesse, wer du nun geworden bist, denn es ist nicht mehr relevant für mich, wenn ich mir dein schönes Bild bewahren will. Und das ist mir wichtiger, als krampfhaft an dir festzuhalten.
Es ist Zeit zu gehen. Das bedeutet nicht, dass ich dich nicht mag oder alles nicht zu schätzen wüsste. Das bedeutet, ich gehe, um mich selbst zu retten & mir das alles zu bewahren, was du so wundervoll in mir vollbracht hast.
Du bist nun ein anderer Mensch. Das sei dein gutes Recht.
Auch diese Worte werden dich nie erreichen.
Nie haben dich solche Worte erreicht & heute würdest du sie erst recht nicht mehr verstehen.
Ich kehre nun um in eine andere Richtung, vielleicht merkst du es eines Tages & vielleicht werden wir uns dann ganz frisch wieder begegnen & Freunde werden, so wie ich es mir wünsche. Aber für heute & für morgen & für die nächsten Wochen werde ich nun gehen. (Weil ich es liebe, wer du warst & wer du ewig sein sollst.)
Kann nun gehen, denn du hast mich zu diesem Menschen gemacht, den ich ganz allein ertragen kann.
Danke. Punkt.
Danke für deinen Tipp! Find ich super süß von dir :)
AntwortenLöschenLiebe Grüße, N.
(N. hat gerade kein Internet und sie ist bei mir am Telefon & sagt mir was ich schreiben soll :D :D)
AntwortenLöschenDas ist ein wunderschöner Text. Und du hast Recht, manchmal ist es besser zu gehen und einen Menschen so in Erinnerung zu halten wie er einmal war. Besonders gut hat mir ein Satz gefallen, "Es hat so unfassbar gedauert, bis ich es gewagt habe, nicht mehr zu zweifeln & es ist traurig, dass genau an dieser Stelle bei dir genau das angefangen hat.", er zeigt irgendwie wie wichtig Zeit ist, und was sie für verschiedene Gefühle hervorrufen kann.
AntwortenLöschenLiebe Grüße :)